Interior Design – kein Job, sondern eine Mission

von Michael Giglhuber (Kommentare: 0)

Interior Design – kein Job, sondern eine Mission

Interior Designerin, Vanessa Dippold, im Interview.

Vanessa Dippold, 25 Jahre jung, erfüllt seit rund zwei Jahren als Interior Designerin im Nürnberger Bauzentrum wahre Wohnwünsche für die Kunden der Schultheiß Projektentwicklung AG. Ihr Credo: „Ich möchte, dass unser Kunde in sein neues Eigenheim zieht und sich sofort „zu Hause“ fühlt. Er soll ankommen und Ruhe sowie Entspannung in seiner – eigens kreierten – Wohlfühloase finden. Mir ist es allen voran wichtig, dass sich unsere Kunden Ihr ganz persönliches Zuhause schaffen können.“

Denn Konzeptionelle Raumgestaltungen sind vor allem eines: Bekenntnisse zum Stil; urban, zeitlos, von verschiedensten Designrichtungen inspiriert und dennoch geprägt von der eigenen Handschrift. Sie entstehen grundsätzlich mit Blick auf einen Gesamtentwurf, der die Besonderheiten des Produkts genauso in den Fokus stellt wie den ganzen Menschen und seine Ansprüche an Qualität und Harmonie. Für ihre Kunden kreiert Vanessa Dippold gemeinsam mit dem Team des Nürnberger Bauzentrums und den starken Partnerunternehmen ganzheitliche Konzepte aus einer Hand und schafft damit bleibende Werte für die Zukunft. Denn: Auf dem Weg von der Vision zur Realisierung entsteht die Lebendigkeit und Schönheit eines jeden einzelnen Raumes.

 

Frau Dippold, Sie bemustern gemeinsam mit den Kunden der Schultheiß Projektentwicklung AG deren künftige Eigenheime. Sie beraten Marken, entwerfen Ausstattungslinien und geben Räumen das gewisse Etwas. Wie nennt man das, was Sie tun?

Ich bin Interior Designerin. Das ist ein komischer Begriff für einen tollen Job. Aber es gibt keine treffendere Bezeichnung. Ist es wirklich das, was ich mache? Letztendlich ist es ja auch unwichtig, welchen Titel wir haben. Denn im Mittelpunkt meiner Arbeit steht der Mensch – unsere Kunden - die wir ab dem Termin beim Notar, bis hin zur Wohnungsübergabe betreuen und glücklich machen. Die Frage ist: Wie können wir Räume schaffen, in denen sich Leute wohl fühlen?

Sie bewegen sich als Interior Designerin an der Nahtstelle zwischen Architektur und Design. Warum haben Sie sich für den Bereich Interior Design entschieden?

Es ist vor allem die Gestaltung von Räumen unter Berücksichtigung der Technik und der Ästhetik, was mir an der Innenarchitektur gefällt. Die Innenarchitektur ist dem Menschen nahe. Das wichtigste ist, den Menschen zu verstehen, der sich darin bewegt. Kombiniert mit den räumlichen Gegebenheiten, wachsen täglich neue - ganz individuelle Ideen. So fällt mir die Arbeit leicht und man wächst mit jedem neuen Konzept.

Was macht einen guten Innenarchitekten aus?

Das Vermögen sich in das Projekt und in den Kunden zu versetzen, Bedürfnisse zu erkennen und Lösungen zu finden. Hinzu kommt das fachliche Wissen aus ca. 30 Gewerken – hier gehört Sensibilität und Kreativität zu den absoluten Basisvoraussetzungen.

Gutes Design soll meiner Meinung nicht nur einfach schön sein, sondern auch langlebig und zeitlos. Die Funktionalität finde ich persönlich entscheidend. Es sollte von einem breiten Publikum als gut empfunden werden, zudem emotional und in sich stimmig sein – unabhängig von der Meinung eines einzelnen.

Frau Dippold, was ist die wohl größte Herausforderung in Ihrem Arbeitsalltag? Oder würden Sie so weit gehen, dass es gar keinen Alltag in Ihrem Berufsfeld gibt?

Tatsächlich ist jeder Tag anders und keiner gleich dem anderen. Selbstverständlich haben wir gewisse „fixe“ Termine die wöchentlich stattfinden oder Dinge die täglich erledigt werden müssen, aber man weiß nie wer als nächstes anruft, welche E-Mail einen auf dem Rechner erwartet oder welcher Bauleiter in das Büro stürmt und etwas schiefgelaufen ist das korrigiert werden muss.

Der Krux daran ist, nicht den Überblick zu verlieren und dem Kunden weiterhin das Gefühl zu geben er ist bei mir gut aufgehoben. Das fällt im Alltag tatsächlich nicht immer leicht. Das wichtigste dabei ist, immer ein Lächeln auf den Lippen zu haben und eins nach dem anderen zu erledigen.

Frau Dippold, was sind die aktuellsten Trends im Interior Design?

Die Themen sind heute sehr vielseitig, ebenso wie in der Mode. Wir leben in einer Zeit des Eklektizismus, Vintage-Look, Muster- und Kultur-Mix. Nach dem Motto „Alle Farben, Muster und Oberflächen sind Freunde und können somit kombiniert werden.“ Ich denke, dass über die verschiedenen Trends mehr Emotionalität, Individualität und Wärme angestrebt wird.

Inwieweit beeinflusst der Trend zum Smart Home bzw. zur Energieeffizienz Ihre Arbeit?

Wir sehen der Entwicklung dieses Trends sehr positiv entgegen. Auch unsere Arbeit bauen wir nachhaltig und ökologisch auf. Das Einbeziehen von ökologischem und energieeffizientem Bauen ist unser Beitrag für die Zukunft.

Gegenwärtig wird diskutiert, dass sich das Badezimmer zu einem Wohlfühlraum ausweitet und die klassische Trennung zwischen Bad, Wohn- und Schlafraum aufgehoben wird. Können Sie das bestätigen? Gibt es eventuell auch andere Beispiele, an denen sich veränderte Lebensgewohnheiten ablesen lassen?

 

Ganz sicher hat das Bad im Zusammenhang mit dem aktuellen Körperkult an Bedeutung zugenommen. Die Bäder sind grösser und offener geworden, beinhalten heute ebenso edle Materialien wie andere Wohnräume und benötigen eine intensive Planung. Ob ein Bad abschließbar oder mit Nebenräumen verbunden sein sollte, ist eine sehr persönliche Frage und für mich eher nebensächlich. Viel wichtiger finde ich, dass ein heute geplantes Bad Tageslicht hat, dass es eine Fußbodenheizung bekommt, sowie eine bodengleiche Dusche – ob mit oder ohne Duschwanne -. Andere Möglichkeiten sind beispielsweise die Küche, das Wohnzimmer oder gar der Fitness-/Wellnessraum sowie der Garten. All diese Bereiche benötigen eine aufwändige Planung, denn sie sind zu repräsentativen Orten geworden, an denen man Abschalten kann und die Freizeit genießen darf.

Welche Location, welches Gebäude, in der Metropolregion Nürnberg würden Sie am liebsten einmal einrichten?

Ich würde gerne mal ein altes Bauernhaus einrichten und eine Wohlfühloase - inmitten Vintage Einrichtung gepaart mit top modernen Styles - schaffen.

Frau Dippold, verraten Sie uns abschließend noch Ihr Lebensmotto?

Nicht unbedingt mein Lebensmotto, aber ein Motto, dass auch ich mir zu Herzen nehme:

Weniger grübeln, Mehr machen! Im schlimmsten Fall wird’s eine Erfahrung.

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